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Samstag, 14. Juli, Konzert "Luft und Lieder" Im Kulturbahnhof Biesenthal

Samstag, 14. Juli, Konzert "Luft und Lieder" Im Kulturbahnhof Biesenthal

copyright: Promo
Letztes Jahr begeisterten sie zum ersten Mal den ausverkauften Kulturbahnhof – und wurden vom Fleck weg erneut für 2018 engagiert: Die Liedermacher*innen der "Sommerwerkstatt Lied".
 
Kulturbahnhof Biesenthal
Samstag, 14.07.18. / 20 Uhr
Eintritt: 9 € / ermäßigt 6 €
Kartenvorbestellung unter: helge.schwarz@bahnhof-biesenthal.de
www.bahnhof-biesenthal.de
 
 
Jahr für Jahr zur Hochsommerzeit reisen sie aus ganz Deutschland ins malerische vorpommersche Bilderbuchdorf Hohenbüssow (Alt-Tellin), treffen sich zu einigen Tagen kollegialer Arbeit (inklusive konstruktiver Liedkritikrunden), zu geselligem Musizieren und einem gemeinsamen Werkstattkonzert. Ein fester Stamm freundschaftlich verbundener Wort-und-Tonkünstler garantiert Liederabende von hoher musikalischer und lyrischer Qualität sowie kreativer Spontanität.
 
Das traditionsreiche Genre, das die Gruppe präsentiert, schillert hier in all seinen Facetten: 
 
Da sind die kabarettistisch-moritatenhaften Akkordeon-Balladen der gebürtigen Brandenburgerin Johanna Moll, die alljährlich aus der Wahlheimat Erlangen nach Hohenbüssow reist, seit 2010 erstmals Kollege Jörn Hühnerbein zu einer Liederwerkstatt einlud.
 
Gleichfalls begleitet mit der Quetsche, aber stilistisch eher am Berliner Couplet orientiert sich Bernard P. Bielmann, der mit teils sozial engagierten, teils witzigen, aber stets herzenswarmen Texten schon diverse Preise einheimsen durfte. Seine Bewunderung für den 1998 allzu jung verstorbenen Gerhard Gundermann teilt er vor allem mit dem Dresdner Kollegen Axel Stiller, auf dessen Liedern – vielleicht wegen des Gitarrensounds – die Etiketten "Deutschrock" und "Singer-Songwriter" am besten haften.
 
Bastian Wadenpohl, an Rhein und Wupper gleichermaßen daheim, könnte es locker mit Rio Reiser und Wolf Biermann aufnehmen: Mit charismatischer Stimme wäre er der richtige Mann für die Barrikaden, wenn denn dort geschliffene politische Texte wie seine gefragt wären. Aus Braunschweig stieß Adrian Haack zur Gruppe: Wie jeder klassische Liedermacher beherrscht er textlich die breite Palette von Spott bis Melancholie, akustisch auf die harmonische Leinwand der Post-Grunge-Ära gepinselt.
 
Leipzig gilt unter Musikern als das neue Berlin: Während in der Hauptstadt eine um die andere Kleinkunst-Nische schließen muss, keimt in der Messestadt neues Leben und lockt junge Talente auf ihre Bühnen. Peggy Luck und Torsten Torsten folgten diesem Ruf und bringen seither frischen Wind in die Szene. Was auch an der Wahl ihrer Instrumente erahnbar wird: Nicht nur Klavier und Gitarre, auch Cembalo, Gambe, Hackbrett und Loopmaschine kommen zum Einsatz. Und wo bei Peggy Luck hier und da musikalische Einflüsse von der frühbarocken Motette bis hin zur Pianoballade im Tori Amos-Stil anklingen, zitiert sich Torsten Torsten spitzbübisch durch das harmonische Spektrum von Burt Bacharach bis Neil Hannon (The Divine Comedy).
 
Doch auch aus Berlin dringen Signale der Hoffnung: Masha Potempa und Holger Saarmann gehören beide der Künstlergruppe "Sago" an, jener (weiterhin aktiven) Akademie des 2015 verstorbenen Sprachzauberers Christof Stählin. Poesie, festgemacht am Sinnlich-Alltäglichen, die sich in jeweils ganz individuellen Farben entfaltet: Potempa schafft leichthändig hinskizzierte Momentaufnahmen zu slawisch anmutenden Harmoniefolgen. Saarmann ist der singende Geschichtenerzähler romantisch-mystischer Prägung, der auf Schleichwegen die Jahrhunderte durchquert.
 
 
 
 
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